In der Elfenbeinküste leben sehr viele verschiedene Völker. Verkehrssprache ist französisch, doch nur 25% der Bevölkerung beherrschen diese Sprache. Die meisten Menschen können nur ihre lokale Sprachen. Dadurch gibt es für den Tourismus eine grosse Vielfalt an Kulturen.
Diese zeigt sich in der Musik und bei den Tänzen. Für die Reisenden ist ein grossartiges Erlebnis, dies zu erleben.
Von der GIZ wird ein Länderportal geführt, dies gibt einen hervorragenden Einblick in die Gesellschaft. Daraus folgender Auszug
Gesellschaft & Kultur
Die ethnische Vielfalt drückt sich in einer variantenreichen kulturellen Identität der Ivorer aus. Sowohl in der Kunst und Musik als auch in der Literatur und kulinarisch hat die Elfenbeinküste viel zu bieten, was auch Touristen schätzen. Die ivorische nationale Fußballmannschaft gehört zu den besten der Welt. Christentum und Islam sind die Hauptreligionen.
Anteil alphabetisierte Erwachsene: 43,3% (2015)
Bedeutende Religionen: Islam ca. 35 %, Christentum 22%, andere 18% Städtische Bevölkerung: 51,2 % (2019)
Lebenserwartung: 60,1 Jahre (2018)
Gender Inequality Index: Rang 157 von 162 (2018)
Geburtenrate: 30,1 Geburten/1000 Einwohner (2018)
Kindersterblichkeit: 55,8 pro 1000 Lebendgeburten (2017)
Soziale Struktur
Volksgruppen oder Ethnien
Die Elfenbeinküste ist ein Schmelztiegel einer Vielzahl von Ethnien. Die meisten der Ethnien sind Nachkommen ehemaliger Königreiche aus benachbarten westafrikanischen Ländern, vielfach existieren auch Untergruppen. Vor der Kolonisation haben große Migrationen vom Sahelbereich und von den östlichen Königreichen (Ghana) in das Staatsgebiet der heutigen Elfenbeinküste stattgefunden. Viele Völker und Subgruppen ehemaliger Abkömmlinge von Königreichen wehrten sich zunächst standhaft gegen die Kolonisation durch Frankreich. Die Volksgruppen und Ethnien unterscheiden sich vor allem durch ihre Herkunft und ihre heutige Besiedlungskonzentration. Sie haben auch häufig eigene Sprachen.
Von der Vielzahl der unterschiedlichen Volksgruppen sind die Baule oder Baoulé die wichtigste in der Elfenbeinküste. Sie stellen eigentlich eine Untergruppe der Akan dar, ebenso wie die Agni oder die Abron, die ursprünglich aus Ghana stammten. Geografisch konzentrieren sie sich im zentralen Bereich der Elfenbeinküste. Ebenfalls bedeutend sind die in den nördlichen Regionen anzutreffenden Senoufo und die Malinke, während die Bissa, die Birifor, die Kulango, die Yakouba (auch Dan gennant), die Bété oder die Ligbi kleinere Volksgruppen sind, die in ihrem Besiedlungsgebiet auch nicht unbedingt den Staatsgrenzen folgen, sondern durchaus auch in mehreren afrikanischen Nachbarstaaten leben. Ganz grob kann man die Ethnien oder Völker in vier Hauptgruppen unterteilen:
- Mandé Gruppe im Nordwesten,
- Voltaique-Gruppe im Norden und Nordosten,
- Krou im Südwesten
- Akan im Südosten und im östlichen Zentralbereich.
Die Voltaique-Gruppen stammten ursprünglich aus Obervolta, dem heutigen Burkina Faso, die Krou aus Liberia und die Mande aus Liberia und Guinea. Die Dioula werden häufig mit den nördlichen Bevölkerungsgruppen gleichgesetzt, obwohl man offiziell daran zweifelt, hier von einer eigenen Volksgruppe sprechen zu können. Vielfach besitzen die Volksgruppen neben einer eigenen Sprache auch noch eine eigenständige Tradition und Kultur. Vor der Kolonisierung hatten die verschiedenen Völker unterschiedliche Lebensweisen, die sie zum Teil bis heute beibehalten haben. Die Akan erbauten lokale Königreiche, während die Krou und die Senoufo kleinere Gemeinschaften bevorzugten.
Neben verschiedenen afrikanischen Ethnien haben sich im Laufe der Kolonisation und danach in Zahl und Herkunft ausländische Arbeitskräfte, Händler und Investoren angesiedelt. Auch wenn sie nur einen geringen Teil an der Gesamtbevölkerung darstellen, verändern europäische und asiatische Einwanderer doch die soziokulturellen gesellschaftlichen Strukturen v.a. in den Städten. Die Elfenbeinküste ist das wichtigste Einwanderungsland für Arbeitsmigranten in Westafrika. Vor allem aus Burkina Faso, Mali und Ghana stammen die meisten der heute vielfach immer noch in der Landwirtschaft arbeitenden Afrikaner in der Elfenbeinküste, was nicht immer ohne
Konflikte bleibt. Neben der Einwanderung in landwirtschaftliche Gebiete kam es in der Elfenbeinküste jahrzehntelang zu einer starken Landflucht in Richtung Abidjan bzw. in andere urbane Zentren. Die Elfenbeinküste gehört auch heute noch zu den am stärksten urbanisierten Ländern Westafrikas. Doch in den letzten Jahren sind auch entgegengesetzte Tendenzen zu beobachten.
Konfliktfrei ist das Zusammenleben der Bevölkerung in der Côte d´Ivoire nie gewesen. Ethnische, kulturelle, aber hauptsächlich religiöse Unterschiede in der Bevölkerung haben auch zu soziopolitischen Konsequenzen geführt wie z.B. die Einführung des Gesetzes der Ivoirité oder einer gesellschaftsspaltenden Regionalpolitik, die wiederum zu zahlreichen Ausgrenzungen und damit zu schweren Konflikten geführt haben. So ist auch das Phänomen der Emigration bzw. der Rückkehr von ehemaligen eingewanderten Afrikaner aus den ivorischen Nachbarstaaten zurück in ihr Heimatland nicht selten.


