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Warum die Schokolade so teuer ist

Auf den ersten Blick ins Supermarktregal sind die Schokoladenpreise stark gestiegen. Wo fliesst all das Geld hin? Ein aktueller Bericht von ZDFheute beleuchtet die Hintergründe dazu.
Diese führen uns direkt ins Herz der Elfenbeinküste.

Hier befindet sich der Link zu den besagten Kakao-Regionen.

Was ist los auf den Kakaoplantagen?

Gemeinsam decken die Elfenbeinküste und Ghana rund 60 % des weltweiten Kakaobedarfs. Doch die Ernten stehen unter enormem Druck. Das Video verdeutlicht, weshalb die aktuellen Preise Rekordhöhen erreichen:

  • Extremwetter: Erst sorgten ungewöhnlich starke Regenfälle für Fäulnis an den Früchten, darauf folgte extreme Hitze durch das Wetterphänomen El Niño.
  • Krankheiten: Das „Swollen Shoot Virus“ bedroht ganze Plantagen und zwingt Bauern dazu, großflächig Bäume zu fällen.
  • Überalterung: Viele Kakaobäume haben ihr produktivstes Alter überschritten, doch für Neuanpflanzungen fehlt oft Kapital.

Zwischen Weltmarktpreis und Bauernalltag

Obwohl die Preise an den Rohstoffbörsen in New York und London explodieren, erreicht oft nur ein Bruchteil der Gewinne die Menschen vor Ort. Der Staat setzt für Bauern in der Elfenbeinküste Festpreise fest. Diese wurden zwar kürzlich angehoben, decken aber oft kaum die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Ernteausfälle.

„Kakao ist für die Elfenbeinküste mehr als nur ein Exportgut – Er ist das Rückgrat der Wirtschaft und die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen.“

Die Chance von Kakaoreisen

Während du die Elfenbeinküste besuchst, solltest du früher oder später an den endlosen Kakaohainen vorüberziehen. Ein für wohl manchen beeindruckendes Erlebnis ist es, direkt vom Baum eine frische Kakaofrucht zu probieren, (sie schmeckt überraschend süß-säuerlich, beinahe wie Litschi!).

Doch hinter dieser Idylle steckt harte Arbeit. Als Reisende könnten wir dazu beitragen, indem wir Lokale Kooperativen besuchen. Und, indem wir mit den Bauern sprechen, ihre Arbeit schätzen und uns dafür erkenntlich zeigen. Später kann in der Schweiz Werbung zu Gunsten von Kakaobauern gemacht werden, wie beispielsweise für die Initiative Necaayo von der Migros. 

Hier folgt der ZDFheute-Beitrag, um zu verstehen, wehalb Schokolade so teuer ist. 

Gescheiterter Präsidentschaftsanwärter

Tidjane Thiam, der ehemalige CEO der Credit Suisse, wollte nach seiner internationalen Karriere in die Politik seiner Heimat, der Elfenbeinküste, einsteigen – mit einem ambitionierten Ziel: das Präsidentenamt. Doch sein Vorhaben ist gescheitert, noch bevor es richtig begonnen hat.

Der Weg zurück in die Heimat

Thiam, einst Hoffnungsträger der internationalen Finanzwelt, wurde nach seinem Rücktritt bei der Credit Suisse politisch aktiv.

Dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst:

Bericht zu Tidjane Thiam

In der Elfenbeinküste steigt er in die traditionsreiche Partei PDCI-RDA ein, die sich in Opposition zur aktuellen Regierung sieht. Seine Ambition: die Präsidentschaftskandidatur für 2025.

Doch gleich mehrere Hürden standen seinem politischen Comeback im Weg. Allen voran: seine doppelte Staatsbürgerschaft. Thiam besaß neben der ivorischen auch die französische Staatsbürgerschaft. Um den Anforderungen der Wahlkommission zu entsprechen, legte er diese nieder – ein symbolischer Schritt, der seine Verbundenheit mit der Elfenbeinküste zeigen sollte.

Zweifel an seiner Loyalität

Die ivorischen Behörden ließen sich davon nicht überzeugen. Für sie war Thiams Rückkehr zu spät, sein Leben zu sehr im Ausland verankert – sowohl beruflich als auch kulturell. Seine jahrzehntelange Identifikation mit Frankreich und der internationalen Elite hinterlässt einen bleibenden Eindruck, den eine formelle Entsagung der französischen Staatsbürgerschaft nicht auslöschen konnte.

So erklärte das Gericht seine Kandidatur für ungültig. Die Entscheidung sorgte für Unmut in Thiams Lager, aber auch für Erleichterung bei politischen Gegnern, die in ihm einen starken Herausforderer gesehen hatten.

Ein Mann zwischen den Welten

Tidjane Thiams Geschichte ist die eines Mannes mit globaler Karriere, der in seine Heimat zurückkehrt – und dort auf ein System trifft, das ihn geprägt hat. Er will den Typus des modernen afrikanischen Politikers mit internationalem Profil verkörpern, doch was wird erreichen? Sein Leistungsausweis ist nach meiner Meinung nach ein Desaster. Es geht ihn um Macht und Kontrolle.

SRF beleuchtet die Kandidatur und zeigte hier Hintergründe auf:
SRF-Artikel zur abgelehnten Kandidatur

Tourismus Investitionen durch Kleinunternehmer?

Am 29. September 2020 führte ich Gespräche in der Elfenbeinküste. Mit einer Mitarbeiterin, auf deutsch, die detailliert meine Wünsche notierte und den Ersten Sekretär, welcher mir die Aufgaben der Botschaft darlegte.

Herr Djo Koumé Date zeigte Investitionsprojekte in Grand Bassam. Repräsentative Gebäude aus der Kolonialzeit, ideal für Boutique Hotels oder Restaurants. Die Regierung will Tourismus fördern und sucht Investoren, zuständig ist das CEPICI, +225 20 311 400, Hilfe gibt es auch bei der Handelskammer, +225 20 331 600. Nur die Reiseindustrie liegt darnieder und die weltweite Konkurrenz ist gross.

Es sollte doch möglich sein, dass die Einheimischen der Elfenbeinküste die touristische Infrastrukturen schaffen, Restaurants und Hotels eröffnen? Auf die Konzerne warten, die die Investitionen rasch profitabel sehen ist kurzsichtig.

  • Welche Programme gibt es da in der Elfenbeinküste?
  • Was macht die Regierung konkret, um Kleinunternehmern zu helfen?
  • Wie kann Reisejournalismus unterstützt werden?

Die Botschaft in Bern hat das Gespräch gut vorbereitet und geführt. Was wird wohl dabei rauskommen? Ich kann nur ermuntern dran zu bleiben, Agrotourismus hat Zukunft und die Elfenbeinküste ist ein wichtiger Kaffee- und Kakaoproduzent. Getränke, die wir lieben.

Tidjane Thiam als sozialer Unternehmer?

Im Internet haben wir gelesen, dass der ehemalige CEO der Credit Suisse das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste anstrebt
Ex CEO von Credit Suisse ins Präsidentenamt?

Herr Thiam stammt aus der Oberschicht der Elfenbeinküste und eine beeindruckende Karriere hingelegt. Doch dies schlussendlich als Angestellter. Die unternehmerische Leistung ist wenig nachvollziehbar, ebenso wenig Investitionen in der Elfenbeinküste. Wo die hohen Verdienste heute sind, nicht feststellbar.

Kakao und Tourismus zu entwickeln, wäre ein grosse Aufgabe und wünschenswert, dort erst einmal die Sporen zu verdienen.

Herr Thiam hat Privatdetektive beauftragt, um Geschäftspartner und Angestellte zu beschatten. Die Sicherheitsabteilung ging rabiat gegen Demonstranten vor und schickte auch Stephan Zurfluh eine gerichtliche Androhung, weil er forderte, dass Herr Thiam CHF 10 Millionen in der Elfenbeinküste investieren soll.

Bei den Mosambik Skandal ist Herr Thiam untätig gewesen, den Land wurde grosser Schaden zugefügt. Bei der Generalversammlung der Credit Suisse 2019 wurde lediglich auf Untersuchungen hingewiesen. Keine Betroffenheit oder gar Wunsch den geschundenen Land in Afrika zu helfen.

Jetzt will er also in die Politik. Wie schon gesagt, er soll erst einmal sein Vermögen nutzen, um die Lebenssituation in Afrika zu verbessern. Als Präsident befürchte ich, dass dies zu Einbussen demokratischer Rechte in der Elfenbeinküste führt.

Die bisherige Regierung sieht Herr Thiam als Konkurrent. Er war bereits Entwicklungsminister und hat politische Erfahrung. Das Wahlgesetz wurde geändert und Doppelbürger von der Wahl ausgeschlossen.

Business Plan erarbeitet

Herr David Gbayoro Dago Manasse hat mit Kollegen in Abidjan einen Businessplan verfasst. Er zeigt auf, dass Tourismus ein profitables Geschäft ist und wird aktuell mit Partner für den Tourismus in der Elfenbeinküste debattiert.

Mit den Businessplan werden Fragen aufgeworfen und Lösungen gezeigt. Er wird mit der Zeit immer mehr den Realitäten angepasst.

Ein Exemplar ist bei Herrn Gbayoro erhältlich.

Wirtschaftskontakte für die Elfenbeinküste

Ich nutze meine Möglichkeiten Kontakte aufzubauen und diese weiter zu leiten. Der Honorarkonsul von München hat mir einen sehr sympatischen Eindruck gemacht. Er ist vernetzt und wir werden über Tourismus sprechen.

Die Schokoladenfabriken in der Schweiz und einige in Deutschland sind von mir porträtiert worden, hier schaue ich sehr genau, wie die Einstellung zu den Kakaofrüchten ist und treffe immer wieder auf interessierte Mitarbeiter. Die Idee der Schokoreisen wird weiter verfolgt, der Weg ist zäh, aber es geht voran
Webseite zu Schokoreisen

Wir besuchen auch Konditoreien und Cafés, das wollen wir ausbauen. Die Wertschöpfung soll dort geschehen und den Kakaobauern mehr für die Kakaofrucht bezahlt werden
Webseite zu Caféreisen

Schlussendlich betrachten wir uns die Forschung. Die Schalen der Kakaofrucht kann sicher mit Pilzen in andere Produkte umgewandelt werden. Auch hier pflegen wir Kontakte
Webseite Pilzreisen